Diabetische Begriffe
© Diabetikergesprächskreis Bielefeld e.V.
Diabetikergesprächskreis Bielefeld Online
29.09.2017
Albuminurie Albumin ist ein wichtiger Risikomarker, der bei allen Menschen mit Diabetes mellitus in regelmäßigen Abständen gemessen werden sollte. Bei ersten Anzeichen für eine Nierenschädigung ist eine medikamentöse Behandlung zu empfehlen, die nicht nur den systemischen Blutdruck sondern auch den Druck in den Nierenglomeruli reduziert  und den Proteinverlust senkt. Hierfür stehen insbesondere ACE-Hemmer und AT1-Rezeptorblocker zur Verfügung, die u.a. den Druck im Vas efferens reduzieren. Die Metaanalyse zeigte, dass die Behandlung mit diesen Therapieprinzipien nicht nur der Niere zugute kommt, sondern darüber hinaus das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen reduziert. Kopie aus Diabetes Deutschland.de
Basal / Bolus Als Basalrate bezeichnet man in der Pumpentherapie die Menge eines kontinuierlich verabreichten, kurzwirksamen Insulins. Sie deckt den Grundbedarf der Wirkstoffmenge. Vorteil einer kontinuierlichen Wirkstoffgabe ist die den Bedürfnissen besser entgegenkommende gleichmäßige Aufrechterhaltung eines Wirkstoffspiegels. Bolus steht in der Medizin für: die einmalige Gabe (Injektion) eines Medikamentes. Beim Diabetes bedeutet dies in der intensivierten Therapie, dass der Patient parallel zur Kohlhydrahtaufnahme im Rahmen seines aktuellen Blutzuckers und seines BE-Faktors zusätzlich schnell wirkendes Insulin spritzt
CGM - Systeme Unter CGM-Systeme versteht man Geräte, die rund um die Uhr den Glukosegehalt in der  Gewebeflüssigkeit des Unterhautfettgewebes messen. Damit bietet die kontinuierliche Glukosemessung  den Vorteil, dass man mit ihr die Stoffwechsellage nicht nur zu jedem Zeitpunkt überprüfen kann, sondern man erhält auch einen 24-Stunden- Überblick über den täglichen Blutzuckerverlauf. Verschiedene GM-Systeme können nur vom Arzt ausgelesen werden, andere Monitoring- bzw. Überwachungs-Systeme bieten die Möglichkeit, die aktuellen Glukosewerte in Echtzeit anzuzeigen. Dieses Merkmal wird meist als "Real-Time-CGM" bezeichnet. CGM-Systeme werden zur Zeit von folgenden Firmen angeboten: Abott GmbH & Co KG, (FreeStyle Navigator), Johnson & Jonson Bereich Diabetes (Vibe), Medtronic GmbH Bereich Diabetes, (Guardian, & MiniMed Paradigm), Menarini Diagnostics Deutschland, (GlucoDay)
Glukose Die Glucose im Blut wird als Blutzucker bezeichnet. Der Blutzuckergehalt eines gesunden Menschen beträgt im nüchternen Zustand, d. h. nach Übernachtfasten, etwa 70 bis 100 mg/dl Blut (4 bis 5,5 mmol). Im Blutplasma liegen die gemessenen Werte  etwa 10–15 % höher. Außerdem liegen die Werte im arteriellen Blut über den Konzentrationen im venösen Blut, da Glucose während der Passage des Kapillarbettes in das Gewebe aufgenommen wird. Auch im Kapillarblut, das häufig zur Blutzuckerbestimmung verwendet wird, liegen die Werte teils höher als im venösen Blut. Nach Nahrungsaufnahme steigt die Blutzuckerkonzentration an. Werte über 180 mg/dl in venösem Vollblut sind sicher pathologisch und werden als Hyperglykämie bezeichnet. Ein wiederholt oder dauerhaft erhöhter Blutzuckerwert weist in der Regel auf Diabetes mellitus hin. Glucosekonzentrationen unter 40 mg/dl in venösem Vollblut werden als Hypoglykämie bezeichnet. Webmaster: HaBo
HbA1c HbA1c, auch Glykohämoglobin genannt, ist roter Blutfarbstoff (Hämoglobin), der an Glukose angelagert ist. Der Anteil dieses HbA1c am gesamten Hämoglobin wird bei Blutuntersuchungen festgestellt. Er ist ein Maß für den mittleren Blutzuckerwert der letzten acht Wochen (mittleres Alter der Erythrozyten) und wird daher auch als Langzeit-Blutzucker oder Blutzuckergedächtnis bezeichnet. Durch die HbA1c-Messung wird der prozentuale Anteil des HbA1c am Gesamt-Hämoglobingehalt des Blutes bestimmt. Je größer der HbA1c-Wert ist, desto höher war der durchschnittliche Blutzuckergehalt der letzten 8 Wochen. Der HbA1c kann daher als das Blutzuckergedächtnis unseres Stoffwechsels betrachtet werden. Bei sehr guter Einstellung des Diabetes liegt der HbA1c-Anteil unter 6,5%. Insgesamt lässt sich sagen, dass ein niedriger HbA1c-Wert auf eine gute Stoffwechsellage schließen lässt und immer angestrebt werden sollte. So können die Komplikationen der Diabeteserkrankung reduziert oder sogar verhindern werden
Hyperglykämie - zu hoher Blutzucker Eine Überzuckerung ist für jeden Diabetiker eine langfristige Bedrohung seiner Gesundheit, da ein hoher Blutzuckerspiegel über einen längeren Zeitraum Blutgefäße und Nerven schädigt. Risiken bestehen dann, wenn der Blutzucker vor dem Essen häufig über 120 mg/dl oder etwa 2 Stunden nach dem Essen über 160 mg/dl liegt. Eine Hyperglykämie nimmt einen langsamen Verlauf (Aufbau in Stunden).
Ursachen:     nicht genügend Insulin     weniger Bewegung als üblich     fiebrige Erkrankungen     manche Medikamente (z.B. Kortison)     Gewichtszunahme     Stress, Ärger
Typische Symptome:     grosser Durst     zunehmender Harndrang     Abgeschlagenheit, Müdigkeit     schlechte Wundheilung     trockene Haut     Sehstörungen     ungewollter Gewichtsverlust
Hypoglykämie - zu niedriger Blutzucker Eine Unterzuckerung (kurz: Hypo genannt) hängt unmittelbar mit der Diabetesbehandlung zusammen und kann jeden Diabetiker treffen, der mit Insulin oder blutzuckersenkenden Tabletten (Sulfonylharnstoff) behandelt wird. Bei Blutzuckerwerten unter 60 mg/dl kommt es im Körper zu einem Zucker-, und damit Energiemangel. Die typischen Warnsymptome können schon bei höheren Werten auftreten, wenn der Blutzucker steil abfällt. Innerhalb weniger Minuten kann es zu einer Hypoglykämie kommen.
Typische Symptome:     Zittern     erhöhte Herzfrequenz     kalte Schweißausbrüche     Konzentrationsschwäche bis zur Verwirrtheit     Gleichgewichtsstörungen     labile Stimmungslage, Gereiztheit,     Aggressivität
Ursachen:     zuviel gespritztes Insulin bzw. zu starke     Tablettenwirkung     erhöhte körperliche Aktivität, ohne     zusätzlich zu essen     übermäßiger Alkoholkonsum
Insulin ein Hormon, das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas.) gebildet wird und dem Organismus hilft, Glukose zu verwerten. Diese Zellen befinden sich nur in den Langerhans-Inseln. Insulinanaloga  Kurz wirksame Insulinmodifikationen, die ihre Wirkung sofort nach der Applikation entfalten und bis zu drei Stunden wirken. Sie werden häufig in Insulinpumpen eingesetzt, da ihre Wirkung ohne zeitliche Verzögerung eintritt und sie daher sehr gut bilanziert werden können. Daneben gibt es aber auch Insulinanaloga mit besonders langer Wirkdauer (24Stunden). Verzögerungsinsuline  Damit Insuline länger wirken, wird ihnen eine Verzögerungssubstanz beigemischt. Das Insulin wird dadurch langsamer aus dem Unterhautfettgewebe in die Blutbahn abgegeben. Die Wirkung eines Verzögerungsinsulins setzt nach ca. 1,5 Stunden ein, erreicht ihr Maximum nach 4 bis 6 Stunden und hält insgesamt ca. 10 bis 12 Stunden an. Mischinsuline Für die Konventionelle Insulintherapie werden vorgefertigte Mischungen aus kurz- und langwirkenden Insulinen verwendet Normalinsulin (Altinsulin) schnell wirkendes Insulin, dessen Wirkung 15 bis 30 Minuten nach der Verabreichung einsetzt. Die zuckersenkende Wirkung ist nach 1 bis 2 Stunden am stärksten und hält vier bis sechs Stunden an. Für Insulinpumpen werden nur Normalinsulin oder kurzwirksame Insulinanaloga verwendet.
Insulintherapien Konventionelle Insulintherapie (CT) Bei der konventionellen Insulintherapie wird dem Patienten zu festgelegten Zeitpunkten – meist zweimal am Tag – eine bestimmte Menge Mischinsulin (Kurzwirksames und Verzögerungsinsulin in einer Spritze) gespritzt. Diese Therapieform erfordert eine pünktliche Einnahme von festgelegten Nahrungsmengen. Aufgrund dieses statischen und unpraktischen Ernährungsverhaltens, ist diese Therapie nicht unbedingt zu empfehlen. Intensivierte Insulintherapie  (ICT) Die intensivierte Insulintherapie ist die Standardtherapie bei Typ 1 – Diabetes. Die ICT ist eine Zwei-Spritzen- Therapie, bei der zwei verschiedene Insulinarten verabreicht werden. Für den täglichen Grundbedarf an Insulin wird ein lang wirksames Insulin verabreicht (Basis). Zusätzlich wird zu den Mahlzeiten ein schnell wirksames Insulin verabreicht, um den steigenden Blutzuckerspiegel zu regulieren (Bolus). Hierzu wird der aktuelle Blutzucker mittels Messung bestimmt, und die BE der Mahlzeit abgeschätzt. Aus Messung, Abschätzung und dem pers. BE- Faktor wird die benötigte Menge Insulin (Bolus) bestimmt. Mit diesem Basis-Bolus-System imitiert man sozusagen die natürliche Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse. Dies erfordert allerdings häufige Blutzuckerspiegeltests mit mehreren Insulininjektionen pro Tag, wobei kurz- und langwirksame Insuline verabreicht werden.  Insulinpumpentherapie (CSII) Die CSII funktioniert ebenso wie die ICT. Die Injektion erfolgt hier allerdings nicht über Spritze/Pen, sondern über eine Pumpe. Diese gibt kontinuierlich eine programmierte Menge an kurz wirksamen Insulin ab und sichert so die tägliche Grundversorgung. Wie bei der ICT wird auch bei der Insulinpumpentherapie vor den Mahlzeiten der Blutzuckerspiegel gemessen und die benötigte zusätzliche Insulinmenge errechnet, die durch die Pumpe verabreicht wird. Bei den beiden Therapien (ICT und CSII) ist eine intensive Schulung Grundvoraussetzung für einen wirkungsvollen Ablauf Basal unterstützte orale Therapie (BOT)  Für viele Typ-2-Diabetiker ist die "Basal unterstützte orale Therapie" (BOT) der Einstieg in die Insulintherapie. Wie auch die Supplementäre Insulintherapie (SIT) kommt die BOT nur für Patienten infrage, deren Bauchspeicheldrüse selbst noch Insulin produziert. Sie wird angewendet, wenn der Nüchternblutzucker mit Tabletten nicht mehr ausreichend gesenkt werden kann. Bei der BOT spritzt der Patient zusätzlich zu den Tabletten einmal täglich ein lang wirkendes Insulin (Basalinsulin)
Ketoazidose Die Ketoazidose ist eine Form der metabolischen Acidose, die besonders häufig als Komplikation des Diabetes bei absolutem Insulinmangel auftritt. Ursächlich ist eine zu hohe Konzentration von Ketonkörpern im Blut. Bei der Entstehung einer Ketoazidose häufen sich die organischen Säuren Acetessigsäure und β-Hydroxybuttersäure (Ketonkörper) im Blut an und vermindern dessen pH-Wert, verursacht durch einen langanhaltenden absoluten Insulinmangel. Der Insulinmangel seinerseits führt dann dazu, dass in der Leber vermehrt Fett abgebaut wird. Die diabetische Ketoazidose trifft meist Insulinpflichtige Diabetiker (Typ 1) und kann lebensbedrohliche Ausmaße annehmen. Der Insulinmangel führt zu stark erhöhten Blutzuckerwerten (Hyperglykämie). Dadurch entgleist schließlich der gesamte Stoffwechsel. Der Körper verliert Flüssigkeit, Blutsalze und trocknet aus. Die Folgen können Herz-Kreislauf-Probleme und Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma sein. Bei unzureichender oder zu später Behandlung der diabetische Ketoazidose ist diese lebensgefährlich, deshalb müssen Personen mit einer diabetischen Ketoazidose sofort ins Krankenhaus. aus Wikipedia
Metabolisches Syndrom Das Metabolische Syndrom fasst verschiedene Faktoren zusammen, die häufig zu Herz-Kreislauf Erkrankungen führen. Dazu gehören:     Übergewicht (Adipositas)     ein gestörter Fett- und Cholesterinhaushalt     Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) und     ein krankhaft erhöhter Blutzuckerspiegel durch zu geringe Insulinwirkung Diese vier Risikofaktoren werden durch den westlichen Lebensstil begünstigt und spielen bei der Entstehung von Gefäßerkrankungen eine wichtige Rolle. Im angloamerikanischen Sprachraum wird die Kombination dieser vier Teilerkrankungen des Metabolischen (Wohlstands-) Syndroms auch "deadly quartet" (tödliches Quartett) genannt. In Deutschland erkrankt nach Expertenschätzungen jeder vierte Mensch im Laufe seines Lebens an einem Metabolischen Syndrom. Man geht davon aus, dass sich dadurch das Risiko, an den Folgen eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls zu sterben, verdoppelt. Außerdem ist es ungefähr fünfmal wahrscheinlicher, dass ein Patient mit Metabolischem Syndrom eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ 2) entwickelt, wenn er nicht aktiv gegen diese Risikofaktoren vorgeht.
Orale Antidiabetika a-Glukosidasehemmer:   (z.B. Acarbose, Glucobay) verzögern  im Darm den Abbau von Kohlenhydraten. Zucker gelangt langsamer ins Blut. Verhindert damit ein Anstieg der Blutzuckerwerte nach den Mahlzeiten. Sulfonylharnstoffe:  (z.B. Glibenclamid, Amaryl) Sulfonylharnstoffe stimulieren die Insulinfreisetzung aus den ß-Zellen des Pankreas unabhängig von der Blutglucosekonzentration. Sulfonylharnstoffe können zu einer Unterzuckerung führen! Glinide:  (z.B. Repaglinid, Nateglinid, Amaryl, Glibenclamid) sind eine eigenständige Wirkstoffgruppe, die ähnlich wie Sulfonylharnstoffe, die Insulinproduktion fördert. Sulfonylharnstoffe können zu einer Unterzuckerung führen! Glitazone:   (z.B. Actos, Pioglitazon) Glitazone verbessern die Insulinwirkung am Muskel. Dadurch gelangt mehr Zucker aus dem Blut in die Muskelzellen.Indiziert sind Insulin-Sensitizer bei Patienten, deren Blutzuckerspiegel durch Gewichtsreduktion und Nahrungs-kontrolle sowie durch Behandlung mit Metformin oder Sulfonylharnstoffen nicht adäquat gesenkt werden können. Binguanide: (z.B. Metformin) Biguanide als orale Antibiabetika senken beim Diabetiker den Blutzuckerspiegel ohne Einfluss auf den Insulinhaushalt. Sie wirken außerdem appetitzügelnd. Metformin wird beim Typ-2-Diabetes eingesetzt. Besonders bei übergewichtigen Patienten ist es eine Alternative zu den Sulfonylharnstoffen, da diese oft zu einer Gewichtszunahme führen. Metformin verrbessert die Aufnahme von Zucker aus dem Blut in die Muskeln. Metformin hemmt die Neubildung von Zucker in der Leber. Gliptine (DPP-4-Hemmer):   (z.B.Januvia, Sitagliptin) Das Hormon GLP-1 zählt zu den Inkretin-Hormonen. Neben den Inselzellen des Pankreas wird es im oberen Dünndarm und im distalen Ileum sowie im Kolon gebildet. Bei einer Nahrungsaufnahme steigt sein Spiegel glucoseabhängig an (Inkretin-Effekt) und führt zu einer Senkung der Blutglucose, indem es die Insulinsekretion der Beta-Zellen erhöht und die Glukagonsekretion der Alphazelllen des Pankreas drosselt. Gliptine / GLP-1-Analoga hemmen den Abbau des Darmhormons GLP-1 bzw. imitieren des Wirkung: Die Bauchspeicheldrüse schüttet, in Abhängigkeit von der Höhe des Blutzuckers, mehr Insulin aus. Der Magen entleert sich langsamer, man ist also länger satt. Das Gehirn bekommt das Signal: ”Bin satt!” Die Zuckerneubildung in der Leber wird gehemmt GLP-1-Analoga:  (z.B.Byetta, Victoza) Exenatid ist das synthetische Analogon von Exendin-4, einem aus dem Speichel der Gila-Krustenechse gewonnenem Polypeptid. Es wirkt beim Menschen wie das Darmhormon Glucagon-like Peptid 1 (GLP-1), das über eine Anregung der Insulinfreisetzung und eine Hemmung der Glucagon-Sekretion den Blutzuckerspiegel senkt. Exenatid wird etwa 30 bis 60 Minuten vor einer Mahlzeit subkutan verabreicht. Es wirkt durch eine glukoseabhängige Anregung der Insulinsekretion und eine Reduktion der Ausschüttung des Insulin-Gegenspielers Glucagon unmittelbar blutzuckersenkend. Darüber hinaus verzögert es die Magenentleerung, reduziert den Appetit und steigert das Sättigungsgefühl. Da die Wirkung vom Blutzuckerspiegel abhängig ist, besteht praktisch kein Risiko einer Unterzuckerung bei einer Behandlung mit Exenatid. SGL/-2-Hemmer blockieren in der Niere den Eiweißstoff SGLT-2. Dadurch wird mehr Zucker mit dem Harn ausgeschieden. entnommen: Diabetes Ratgeber  November 2015
Diabetische Begriffe
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Online
29.09.2017
Albuminurie Albumin ist ein wichtiger Risikomarker, der bei allen Menschen mit Diabetes mellitus in regelmäßigen Abständen gemessen werden sollte. Bei ersten Anzeichen für eine Nierenschädigung ist eine medikamentöse Behandlung zu empfehlen, die nicht nur den systemischen Blutdruck sondern auch den Druck in den Nierenglomeruli reduziert  und den Proteinverlust senkt. Hierfür stehen insbesondere ACE-Hemmer und AT1-Rezeptorblocker zur Verfügung, die u.a. den Druck im Vas efferens reduzieren. Die Metaanalyse zeigte, dass die Behandlung mit diesen Therapieprinzipien nicht nur der Niere zugute kommt, sondern darüber hinaus das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen reduziert. Kopie aus Diabetes Deutschland.de
Basal / Bolus Als Basalrate bezeichnet man in der Pumpentherapie die Menge eines kontinuierlich verabreichten, kurzwirksamen Insulins. Sie deckt den Grundbedarf der Wirkstoffmenge. Vorteil einer kontinuierlichen Wirkstoffgabe ist die den Bedürfnissen besser entgegenkommende gleichmäßige Aufrechterhaltung eines Wirkstoffspiegels. Bolus steht in der Medizin für: die einmalige Gabe (Injektion) eines Medikamentes. Beim Diabetes bedeutet dies in der intensivierten Therapie, dass der Patient parallel zur Kohlhydrahtaufnahme im Rahmen seines aktuellen Blutzuckers und seines BE-Faktors zusätzlich schnell wirkendes Insulin spritzt
CGM - Systeme Unter CGM-Systeme versteht man Geräte, die rund um die Uhr den Glukosegehalt in der  Gewebeflüssigkeit des Unterhautfettgewebes messen. Damit bietet die kontinuierliche Glukosemessung  den Vorteil, dass man mit ihr die Stoffwechsellage nicht nur zu jedem Zeitpunkt überprüfen kann, sondern man erhält auch einen 24- Stunden-Überblick über den täglichen Blutzuckerverlauf. Verschiedene GM-Systeme können
nur vom Arzt ausgelesen werden, andere Monitoring- bzw. Überwachungs-Systeme bieten die Möglichkeit, die aktuellen Glukosewerte in Echtzeit anzuzeigen. Dieses Merkmal wird meist als "Real-Time-CGM" bezeichnet. CGM-Systeme werden zur Zeit von folgenden Firmen angeboten: Abott GmbH & Co KG, (FreeStyle Navigator), Johnson & Jonson Bereich Diabetes (Vibe), Medtronic GmbH Bereich Diabetes, (Guardian, & MiniMed Paradigm), Menarini Diagnostics Deutschland, (GlucoDay) Glukose Die Glucose im Blut wird als Blutzucker bezeichnet.
Der Blutzuckergehalt eines gesunden Menschen beträgt im nüchternen Zustand, d. h. nach Übernachtfasten, etwa 70 bis 100 mg/dl Blut (4 bis 5,5 mmol). Im Blutplasma liegen die gemessenen Werte  etwa 10–15 % höher. Außerdem liegen die Werte im arteriellen Blut über den Konzentrationen im venösen Blut, da Glucose während der Passage des Kapillarbettes in das Gewebe aufgenommen wird. Auch im Kapillarblut, das häufig zur Blutzuckerbestimmung verwendet wird, liegen die Werte teils höher als im venösen Blut. Nach Nahrungsaufnahme steigt die Blutzuckerkonzentration an. Werte über 180 mg/dl in venösem Vollblut sind sicher pathologisch und werden als Hyperglykämie bezeichnet. Ein wiederholt oder dauerhaft erhöhter Blutzuckerwert weist in der Regel auf Diabetes mellitus hin. Glucosekonzentrationen unter 40 mg/dl in venösem Vollblut werden als Hypoglykämie bezeichnet. HbA1c HbA1c, auch Glykohämoglobin genannt, ist roter Blutfarbstoff (Hämoglobin), der an Glukose angelagert ist. Der Anteil dieses HbA1c am gesamten Hämoglobin wird bei Blutuntersuchungen festgestellt. Er ist ein Maß für den mittleren Blutzuckerwert der letzten acht Wochen (mittleres Alter der Erythrozyten) und wird daher auch als Langzeit-Blutzucker oder Blutzuckergedächtnis bezeichnet. Durch die HbA1c- Messung wird der prozentuale Anteil des HbA1c am Gesamt-Hämoglobingehalt des Blutes bestimmt. Je größer der HbA1c-Wert ist, desto höher war der durchschnittliche Blutzuckergehalt der letzten 8 Wochen. Der HbA1c kann daher als das Blutzuckergedächtnis unseres Stoffwechsels betrachtet werden. Bei sehr guter Einstellung des Diabetes liegt der HbA1c-Anteil unter 6,5%. Insgesamt lässt sich sagen, dass ein niedriger HbA1c-Wert auf eine gute Stoffwechsellage schließen lässt und immer angestrebt werden sollte. So können die Komplikationen der Diabeteserkrankung reduziert oder sogar verhindern werden
Hyperglykämie - zu hoher Blutzucker Eine Überzuckerung ist für jeden Diabetiker eine langfristige Bedrohung seiner Gesundheit, da ein hoher Blutzuckerspiegel über einen längeren Zeitraum Blutgefäße und Nerven schädigt. Risiken bestehen dann, wenn der Blutzucker vor dem Essen häufig über 120 mg/dl oder etwa 2 Stunden nach dem Essen über 160 mg/dl liegt. Eine Hyperglykämie nimmt einen langsamen Verlauf (Aufbau in Stunden).
Ursachen:     nicht genügend Insulin     weniger Bewegung als üblich     fiebrige Erkrankungen     manche Medikamente (z.B. Kortison)     Gewichtszunahme     Stress, Ärger
Typische Symptome:     grosser Durst     zunehmender Harndrang     Abgeschlagenheit, Müdigkeit     schlechte Wundheilung     trockene Haut     Sehstörungen     ungewollter Gewichtsverlust
Hypoglykämie - zu niedriger Blutzucker Eine Unterzuckerung (kurz: Hypo genannt) hängt unmittelbar mit der Diabetesbehandlung zusammen und kann jeden Diabetiker treffen, der mit Insulin oder blutzuckersenkenden Tabletten (Sulfonylharnstoff) behandelt wird. Bei Blutzuckerwerten unter 60 mg/dl kommt es im Körper zu einem Zucker-, und damit Energiemangel. Die typischen Warnsymptome können schon bei höheren Werten auftreten, wenn der Blutzucker steil abfällt. Innerhalb weniger Minuten kann es zu einer Hypoglykämie kommen.
Typische Symptome:     Zittern     erhöhte Herzfrequenz     kalte Schweißausbrüche     Konzentrationsschwäche bis zur Verwirrtheit     Gleichgewichtsstörungen     labile Stimmungslage, Gereiztheit,     Aggressivität
Ursachen:     zuviel gespritztes Insulin bzw. zu starke     Tablettenwirkung     erhöhte körperliche Aktivität, ohne     zusätzlich zu essen     übermäßiger Alkoholkonsum
Insulin ein Hormon, das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas.) gebildet wird und dem Organismus hilft, Glukose zu verwerten. Diese Zellen befinden sich nur in den Langerhans-Inseln. Insulinanaloga  Kurz wirksame Insulinmodifikationen, die ihre Wirkung sofort nach der Applikation entfalten und bis zu drei Stunden wirken. Sie werden häufig in Insulinpumpen eingesetzt, da ihre Wirkung ohne zeitliche Verzögerung eintritt und sie daher sehr gut bilanziert werden können. Daneben gibt es aber auch Insulinanaloga mit besonders langer Wirkdauer (24Stunden). Verzögerungsinsuline  Damit Insuline länger wirken, wird ihnen eine Verzögerungssubstanz beigemischt. Das Insulin wird dadurch langsamer aus dem Unterhautfettgewebe in die Blutbahn abgegeben. Die Wirkung eines Verzögerungsinsulins setzt nach ca. 1,5 Stunden ein, erreicht ihr Maximum nach 4 bis 6 Stunden und hält insgesamt ca. 10 bis 12 Stunden an. Mischinsuline Für die Konventionelle Insulintherapie werden vorgefertigte Mischungen aus kurz- und langwirkenden Insulinen verwendet Normalinsulin (Altinsulin) schnell wirkendes Insulin, dessen Wirkung 15 bis 30 Minuten nach der Verabreichung einsetzt. Die zuckersenkende Wirkung ist nach 1 bis 2 Stunden am stärksten und hält vier bis sechs Stunden an. Für Insulinpumpen werden nur Normalinsulin oder kurzwirksame Insulinanaloga verwendet.
Insulintherapien Konventionelle Insulintherapie (CT) Bei der konventionellen Insulintherapie wird dem Patienten zu festgelegten Zeitpunkten – meist zweimal am Tag – eine bestimmte Menge Mischinsulin (Kurzwirksames und Verzögerungsinsulin in einer Spritze) gespritzt. Diese Therapieform erfordert eine pünktliche Einnahme von festgelegten Nahrungsmengen. Aufgrund dieses statischen und unpraktischen Ernährungsverhaltens, ist diese Therapie nicht unbedingt zu empfehlen. Intensivierte Insulintherapie  (ICT) Die intensivierte Insulintherapie ist die Standardtherapie bei Typ 1 – Diabetes. Die ICT ist eine Zwei-Spritzen-Therapie, bei der zwei verschiedene Insulinarten verabreicht werden. Für den täglichen Grundbedarf an Insulin wird ein lang wirksames Insulin verabreicht (Basis). Zusätzlich wird zu den Mahlzeiten ein schnell wirksames Insulin verabreicht, um den steigenden Blutzuckerspiegel zu regulieren (Bolus). Hierzu wird der aktuelle Blutzucker mittels Messung bestimmt, und die BE der Mahlzeit abgeschätzt. Aus Messung, Abschätzung und dem pers. BE-Faktor wird die benötigte Menge Insulin (Bolus) bestimmt. Mit diesem Basis-Bolus- System imitiert man sozusagen die natürliche Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse. Dies erfordert allerdings häufige Blutzuckerspiegeltests mit mehreren Insulininjektionen pro Tag, wobei kurz- und langwirksame Insuline verabreicht werden.  Insulinpumpentherapie (CSII) Die CSII funktioniert ebenso wie die ICT. Die Injektion erfolgt hier allerdings nicht über Spritze/Pen, sondern über eine Pumpe. Diese gibt kontinuierlich eine programmierte Menge an kurz wirksamen Insulin ab und sichert so die tägliche Grundversorgung. Wie bei der ICT wird auch bei der Insulinpumpentherapie vor den Mahlzeiten der Blutzuckerspiegel gemessen und die benötigte zusätzliche Insulinmenge errechnet, die durch die Pumpe verabreicht wird. Bei den beiden Therapien (ICT und CSII) ist eine intensive Schulung Grundvoraussetzung für einen wirkungsvollen Ablauf Basal unterstützte orale Therapie (BOT)  Für viele Typ-2-Diabetiker ist die "Basal unterstützte orale Therapie" (BOT) der Einstieg in die Insulintherapie. Wie auch die Supplementäre Insulintherapie (SIT) kommt die BOT nur für Patienten infrage, deren Bauchspeicheldrüse selbst noch Insulin produziert. Sie wird angewendet, wenn der Nüchternblutzucker mit Tabletten nicht mehr ausreichend gesenkt werden kann. Bei der BOT spritzt der Patient zusätzlich zu den Tabletten einmal täglich ein lang wirkendes Insulin (Basalinsulin)
Ketoazidose Die Ketoazidose ist eine Form der metabolischen Acidose, die besonders häufig als Komplikation des Diabetes bei absolutem Insulinmangel auftritt. Ursächlich ist eine zu hohe Konzentration von Ketonkörpern im Blut. Bei der Entstehung einer Ketoazidose häufen sich die organischen Säuren Acetessigsäure und β-Hydroxybuttersäure (Ketonkörper) im Blut an und vermindern dessen pH-Wert, verursacht durch einen langanhaltenden absoluten Insulinmangel. Der Insulinmangel seinerseits führt dann dazu, dass in der Leber vermehrt Fett abgebaut wird. Die diabetische Ketoazidose trifft meist Insulinpflichtige Diabetiker (Typ 1) und kann lebensbedrohliche Ausmaße annehmen. Der Insulinmangel führt zu stark erhöhten Blutzuckerwerten (Hyperglykämie). Dadurch entgleist schließlich der gesamte Stoffwechsel. Der Körper verliert Flüssigkeit, Blutsalze und trocknet aus. Die Folgen können Herz-Kreislauf-Probleme und Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma sein. Bei unzureichender oder zu später Behandlung der diabetische Ketoazidose ist diese lebensgefährlich, deshalb müssen Personen mit einer diabetischen Ketoazidose sofort ins Krankenhaus. aus Wikipedia
Metabolisches Syndrom Das Metabolische Syndrom fasst verschiedene Faktoren zusammen, die häufig zu Herz-Kreislauf Erkrankungen führen. Dazu gehören:     Übergewicht (Adipositas)     ein gestörter Fett- und Cholesterinhaushalt     Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) und     ein krankhaft erhöhter Blutzuckerspiegel durch zu geringe Insulinwirkung Diese vier Risikofaktoren werden durch den westlichen Lebensstil begünstigt und spielen bei der Entstehung von Gefäßerkrankungen eine wichtige Rolle. Im angloamerikanischen Sprachraum wird die Kombination dieser vier Teilerkrankungen des Metabolischen (Wohlstands-) Syndroms auch "deadly quartet" (tödliches Quartett) genannt. In Deutschland erkrankt nach Expertenschätzungen jeder vierte Mensch im Laufe seines Lebens an einem Metabolischen Syndrom. Man geht davon aus, dass sich dadurch das Risiko, an den Folgen eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls zu sterben, verdoppelt. Außerdem ist es ungefähr fünfmal wahrscheinlicher, dass ein Patient mit Metabolischem Syndrom eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ 2) entwickelt, wenn er nicht aktiv gegen diese Risikofaktoren vorgeht.
Orale Antidiabetika a-Glukosidasehemmer:   (z.B. Acarbose, Glucobay) verzögern  im Darm den Abbau von Kohlenhydraten. Zucker gelangt langsamer ins Blut. Verhindert damit ein Anstieg der Blutzuckerwerte nach den Mahlzeiten. Sulfonylharnstoffe:  (z.B. Glibenclamid, Amaryl) Sulfonylharnstoffe stimulieren die Insulinfreisetzung aus den ß-Zellen des Pankreas unabhängig von der Blutglucosekonzentration. Sulfonylharnstoffe können zu einer Unterzuckerung führen! Glinide:  (z.B. Repaglinid, Nateglinid, Amaryl, Glibenclamid) sind eine eigenständige Wirkstoffgruppe, die ähnlich wie Sulfonylharnstoffe, die Insulinproduktion fördert. Sulfonylharnstoffe können zu einer Unterzuckerung führen! Glitazone:   (z.B. Actos, Pioglitazon) Glitazone verbessern die Insulinwirkung am Muskel. Dadurch gelangt mehr Zucker aus dem Blut in die Muskelzellen.Indiziert sind Insulin- Sensitizer bei Patienten, deren Blutzuckerspiegel durch Gewichtsreduktion und Nahrungs-kontrolle sowie durch Behandlung mit Metformin oder Sulfonylharnstoffen nicht adäquat gesenkt werden können. Binguanide: (z.B. Metformin) Biguanide als orale Antibiabetika senken beim Diabetiker den Blutzuckerspiegel ohne Einfluss auf den Insulinhaushalt. Sie wirken außerdem appetitzügelnd. Metformin wird beim Typ-2-Diabetes eingesetzt. Besonders bei übergewichtigen Patienten ist es eine Alternative zu den Sulfonylharnstoffen, da diese oft zu einer Gewichtszunahme führen. Metformin verrbessert die Aufnahme von Zucker aus dem Blut in die Muskeln. Metformin hemmt die Neubildung von Zucker in der Leber. Gliptine (DPP-4-Hemmer):   (z.B.Januvia, Sitagliptin) Das Hormon GLP-1 zählt zu den Inkretin-Hormonen. Neben den Inselzellen des Pankreas wird es im oberen Dünndarm und im distalen Ileum sowie im Kolon gebildet. Bei einer Nahrungsaufnahme steigt sein Spiegel glucoseabhängig an (Inkretin-Effekt) und führt zu einer Senkung der Blutglucose, indem es die Insulinsekretion der Beta-Zellen erhöht und die Glukagonsekretion der Alphazelllen des Pankreas drosselt. Gliptine / GLP-1-Analoga hemmen den Abbau des Darmhormons GLP-1 bzw. imitieren des Wirkung: Die Bauchspeicheldrüse schüttet, in Abhängigkeit von der Höhe des Blutzuckers, mehr Insulin aus. Der Magen entleert sich langsamer, man ist also länger satt. Das Gehirn bekommt das Signal: ”Bin satt!” Die Zuckerneubildung in der Leber wird gehemmt GLP-1-Analoga:  (z.B.Byetta, Victoza) Exenatid ist das synthetische Analogon von Exendin- 4, einem aus dem Speichel der Gila-Krustenechse gewonnenem Polypeptid. Es wirkt beim Menschen wie das Darmhormon Glucagon-like Peptid 1 (GLP-1), das über eine Anregung der Insulinfreisetzung und eine Hemmung der Glucagon-Sekretion den Blutzuckerspiegel senkt. Exenatid wird etwa 30 bis 60 Minuten vor einer Mahlzeit subkutan verabreicht. Es wirkt durch eine glukoseabhängige Anregung der Insulinsekretion und eine Reduktion der Ausschüttung des Insulin-Gegenspielers Glucagon unmittelbar blutzuckersenkend. Darüber hinaus verzögert es die Magenentleerung, reduziert den Appetit und steigert das Sättigungsgefühl. Da die Wirkung vom Blutzuckerspiegel abhängig ist, besteht praktisch kein Risiko einer Unterzuckerung bei einer Behandlung mit Exenatid. SGL/-2-Hemmer blockieren in der Niere den Eiweißstoff SGLT-2. Dadurch wird mehr Zucker mit dem Harn ausgeschieden. entnommen: Diabetes Ratgeber  November 2015