Medikationen
© Diabetikergesprächskreis Bielefeld e.V.
Diabetikergesprächskreis Bielefeld Online
29.09.2017
Diabetes-Tabletten: Zum richtigen Zeitpunkt einnehmen Wann soll ich die tabletten einnehmen, vor, während oder nach dem Essen? Das hängt bei Diabetes Typ 2- Medikamenten, die geschluckt werden, vom Wirkstoff ab. "Um den Blutzucker gut einzustellen, spielt der richtige Einnahmezeitpunkt der Medikamente eine große Rolle". Aber nicht nur die Tageszeit, sondern auch die Art der Nahrung verändert den Wirkungseintritt eines Diabetes-Medikaments. Wird eine Tablette mit einer fettreichen Mahlzeit eingenommen, gelangt sie später in den Darm. Der Grund: Da die Wirkstoffe erst im Darm aufgespalten und ins Blut aufgenommen werden können, verzögert fettreiches Essen den Wirkungseintritt. Diabetes-Medikamente können verschiedene Wirkstoffe haben wie etwa Metformin, Sulfonylharnstoffe oder Alpha-Glucosidase-Hemmer. Arzneimittel mit dem blutzuckersenkenden Wirkstoff Metformin müssen während oder nach der Mahlzeit eingenommen werden. Dadurch verringern sich Nebenwirkungen wie Übelkeit. Sulfonylharnstoffe und die mit ihnen verwandten Wirkstoffe der Glinide werden meist morgens vor dem Frühstück mit viel Wasser eingenommen. Alpha-Glucosidase-Hemmer verzögern im Darm den Abbau von Kohlenhydraten aus der Nahrung. Diese Tabletten werden idealerweise unzerkaut mit dem ersten Bissen der Mahlzeit geschluckt. Andere Antidiabetika werden unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen, so die Bundesapothekerkammer. copyright:global-press.de
Schnelle Insulinanaloga In einer Lösung sind die Insulinmoleküle aneinander  gelagert und bilden, wenn es sich um sechs Insulinmoleküle handelt so genannte Hexamere. Man kann durch Austausch einzelner Aminosäuren im Normalinsulin erreichen, dass diese Hexamere nach dem Spritzen in der subkutan  Fettgewebe schneller zerfallen. Sie werden dadurch schneller in den Blutkreislauf aufgenommen. Dadurch konnte man schnelle Insulinanaloga herstel-len. In Deutschland erhältliche schnelle Insulinanaloga sind: Humalog® (Insulin Lispro) – Firmen Lilly und Berlin Chemie NovoRapid (Insulin Aspart) – Firma Novo Nordisk Apidra (Insulin Glulisin) – Firma Aventis
Wirkprofil eines schnellen Analoginsulins: Insulin wird s.c. (subkutan) gespritzt, das heißt ins Unterhautfettgewebe. Die Wirkdauer eines Insulins ist von seiner Dosis abhängig. Je höher die Dosierung umso länger die Wirkdauer. Ein Normalinsulin kann bei hoher Dosierung viel länger als 4 Stunden wirken. Dasselbe gilt auch für Verzögerungsinsuline.
Insuline Wie wirkt Insulin und wie wird es zugeführt
 Wirkprofil
NPH-Verzögerungsinsuline Setzt man der Flüssigkeit der Insuline Zink und/oder Neutrales Protein Hagedorn (NPH-Insulin) zu wird die Wirkdauer länger. Diese Insuline sind trübe, da es sich nicht um eine Lösung sondern um eine Suspension handelt. Sie müssen daher mindestens 20 mal ge-schwenkt (nicht geschüttelt) werden, damit sich eine gleichmäßige Verteilung der Insu-linmoleküle ergibt. In Deutschland erhältliche NPH-Verzögerungsinsuline sind: Insuman Basal Aventis® – Firma Aventis Berlinsulin H Basal® – Firma Berlin Chemie Huminsulin Basal Lilly® – Firma Lilly Insulatard Human Novo Nordisk®                                                            – Firma Novo Nordisk Protaphan HM Novo Nordisk® – Firma Novo Nordisk
 Wirkprofil
Langzeit-Analoginsuline Durch Austausch einzelner Aminosäuren kann man auch erreichen das die einzelnen Insulinmoleküle länger im subkutan Fettgewebe aneinanderhaften und verzögert in ein-zelne Insulinmoleküle zerfallen, die in den Blutkreislauf aufgenommen werden. Durch Anhängen einer Fettsäurekette(Levemir/Degludec) kann zusätzlich noch eine verlängerte Wirkdauer erreicht werden, da diese Insuline im Blut an Albumin gebunden werden und langsam vom Albumin wieder an den Rezeptor abgegeben werden. In Deutschland erhältliche Langzeit-Analoginsuline sind: Lantus® (Insulin Glargin)   – Firma Aventis Toujeo® (Insulin Glargin 300 I.E/ml)                           – Firma Aventis Levemir® (Insulin Detemir)                           – Firma Novo Nordisk Tresiba® (Insulin Degludec – Firma Novo Nordisk)
 Wirkprofil
Insuline in hoher Konzentration Da die Adipositas immer mehr zunimmt, werden immer höhere Insulindosen zur Norma-lisierung des Blutzuckers notwendig. Dadurch ergibt sich ein Problem mit der Menge der Flüssigkeit, die an eine Stelle gespritzt wird. Die Insuline hatten alle bis vor kurzem noch eine Konzentration von 100 I.E./ml. Normalerweise sollte nicht mehr als 40 Einheiten sub-kutan an eine Stelle appliziert werden. Waren höhere Dosen notwendig musste der Patient zweimal spritzen. Die Insulinhersteller haben daher Insuline mit einer höheren Konzentration entwickelt. Insulin Glargin gibt es nun mit einer Konzentration von 300 I.E./ml unter dem Namen Toujeo®. Humalog® gibt es nun auch in der Konzentration von 200 I.E./ml. In den USA sind Insuline mit 500 I.E./ml zugelassen.
Medikationen
© Diabetikergesprächskreis Bielefeld e.V.
Diabetikergesprächskreis Bielefeld
Online
29.09.2017
Diabetes-Tabletten: Zum richtigen Zeitpunkt einnehmen Wann soll ich die tabletten einnehmen, vor, während oder nach dem Essen? Das hängt bei Diabetes Typ 2- Medikamenten, die geschluckt werden, vom Wirkstoff ab. "Um den Blutzucker gut einzustellen, spielt der richtige Einnahmezeitpunkt der Medikamente eine große Rolle". Aber nicht nur die Tageszeit, sondern auch die Art der Nahrung verändert den Wirkungseintritt eines Diabetes-Medikaments. Wird eine Tablette mit einer fettreichen Mahlzeit eingenommen, gelangt sie später in den Darm. Der Grund: Da die Wirkstoffe erst im Darm aufgespalten und ins Blut aufgenommen werden können, verzögert fettreiches Essen den Wirkungseintritt. Diabetes-Medikamente können verschiedene Wirkstoffe haben wie etwa Metformin, Sulfonylharnstoffe oder Alpha-Glucosidase-Hemmer. Arzneimittel mit dem blutzuckersenkenden Wirkstoff Metformin müssen während oder nach der Mahlzeit eingenommen werden. Dadurch verringern sich Nebenwirkungen wie Übelkeit. Sulfonylharnstoffe und die mit ihnen verwandten Wirkstoffe der Glinide werden meist morgens vor dem Frühstück mit viel Wasser eingenommen. Alpha-Glucosidase-Hemmer verzögern im Darm den Abbau von Kohlenhydraten aus der Nahrung. Diese Tabletten werden idealerweise unzerkaut mit dem ersten Bissen der Mahlzeit geschluckt. Andere Antidiabetika werden unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen, so die Bundesapothekerkammer. copyright:global-press.de
Schnelle Insulinanaloga In einer Lösung sind die Insulinmoleküle aneinander  gelagert und bilden, wenn es sich um sechs Insulinmoleküle handelt so genannte Hexamere. Man kann durch Austausch einzelner Aminosäuren im Normalinsulin erreichen, dass diese Hexamere nach dem Spritzen in der subkutan  Fettgewebe schneller zerfallen. Sie werden dadurch schneller in den Blutkreislauf aufgenommen. Dadurch konnte man schnelle Insulinanaloga herstel-len. In Deutschland erhältliche schnelle Insulinanaloga sind:
Wirkprofil eines schnellen Analoginsulins: Insulin wird s.c. (subkutan) gespritzt, das heißt ins Unterhautfettgewebe. Die Wirkdauer eines Insulins ist von seiner Dosis abhängig. Je höher die Dosierung umso länger die Wirkdauer. Ein Normalinsulin kann bei hoher Dosierung viel länger als 4 Stunden wirken. Dasselbe gilt auch für Verzögerungsinsuline.
Insuline Wie wirkt Insulin und wie wird es zugeführt
Humalog® (Insulin Lispro) – Firmen Lilly und                                                                Berlin Chemie NovoRapid (Insulin Aspart) – Firma Novo                                                                Nordisk Apidra (Insulin Glulisin) – Firma Aventis  Wirkprofil
NPH-Verzögerungsinsuline Setzt man der Flüssigkeit der Insuline Zink und/oder Neutrales Protein Hagedorn (NPH-Insulin) zu wird die Wirkdauer länger. Diese Insuline sind trübe, da es sich nicht um eine Lösung sondern um eine Suspension handelt. Sie müssen daher mindestens 20 mal ge-schwenkt (nicht geschüttelt) werden, damit sich eine gleichmäßige Verteilung der Insu-linmoleküle ergibt. In Deutschland erhältliche NPH-Verzögerungsinsuline sind: Insuman Basal Aventis® – Firma Aventis Berlinsulin H Basal® – Firma Berlin Chemie Huminsulin Basal Lilly® – Firma Lilly Insulatard Human Novo Nordisk®                                                            – Firma Novo Nordisk Protaphan HM Novo Nordisk® – Firma Novo Nordisk
Wirkprofil
Langzeit-Analoginsuline Durch Austausch einzelner Aminosäuren kann man auch erreichen das die einzelnen Insulinmoleküle länger im subkutan Fettgewebe aneinanderhaften und verzögert in ein-zelne Insulinmoleküle zerfallen, die in den Blutkreislauf aufgenommen werden. Durch Anhängen einer Fettsäurekette(Levemir/Degludec) kann zusätzlich noch eine verlängerte Wirkdauer erreicht werden, da diese Insuline im Blut an Albumin gebunden werden und langsam vom Albumin wieder an den Rezeptor abgegeben werden. In Deutschland erhältliche Langzeit-Analoginsuline sind: Lantus® (Insulin Glargin)   – Firma Aventis Toujeo® (Insulin Glargin 300 I.E/ml)                           – Firma Aventis Levemir® (Insulin Detemir)                           – Firma Novo Nordisk Tresiba® (Insulin Degludec – Firma Novo Nordisk)
Wirkprofil
Insuline in hoher Konzentration Da die Adipositas immer mehr zunimmt, werden immer höhere Insulindosen zur Norma-lisierung des Blutzuckers notwendig. Dadurch ergibt sich ein Problem mit der Menge der Flüssigkeit, die an eine Stelle gespritzt wird. Die Insuline hatten alle bis vor kurzem noch eine Konzentration von 100 I.E./ml. Normalerweise sollte nicht mehr als 40 Einheiten sub-kutan an eine Stelle appliziert werden. Waren höhere Dosen notwendig musste der Patient zweimal spritzen. Die Insulinhersteller haben daher Insuline mit einer höheren Konzentration entwickelt. Insulin Glargin gibt es nun mit einer Konzentration von 300 I.E./ml unter dem Namen Toujeo®. Humalog® gibt es nun auch in der Konzentration von 200 I.E./ml. In den USA sind Insuline mit 500 I.E./ml zugelassen.