Technische Hilfsmittel - Diabetikergesprächskreis Bielefeld e.V.

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Technische Hilfsmittel

Diabetes mellitus
Technische Hilfsmittel bei Diabetes mellitus

Dank moderner Medizintechnik haben insulinabhängige Diabetiker heutzutage starke Hilfsmittel, auf die sie sich in ihrer Insulintherapie verlassen können. Nachfolgend stellen wir einen Auszug der technischen Hilfsmittel bei Diabetes mellitus vor:

Kontinuierlich messender Glukosesensor (engl. CGM, Continuous Glucose Monitoring)
(z.B. Eversense, Dexcom G6)
Unter einem CGM-System versteht man eine Einheit aus einem Sensor und einem Lesegerät. Die Elektrode des Sensors wird hierbei mit einer Setzhilfe im Unterhautfettgewebe (im Bauchraum, Oberarm) platziert und ermittelt dort ununterbrochen den Glukosekonzentration in der Gewebsflüssigkeit. Das Lesegerät ist durch Funk permanent mit dem Sensor verbunden. So lassen sich alle gemessenen Werte periodisch festhalten. Dies ermöglichst einen guten Überblick über den Glukoseverlauf z. B in den vergangenen 24 Stunden. Den jeweils aktuell gemessenen Wert zeigt das Lesegerät ebenso an. So lassen sich Trends beim Blutzucker und etwaige Vorzeichen einer (schweren) Unterzuckerung rechtzeitig erkennen.
Eine kompatible Insulinpumpe kann ebenso als Lesegerät fungieren und bietet hierbei zudem einen entscheidenden Vorteil: Die permanente Kommunikation zwischen der Insulinpumpe und dem Glukosesensor stellt sicher, dass die Insulinzufuhr bei nächtlichen Unterzuckerungen temporär abgeschaltet werden kann.
Der CGM-Sensor kann bis zu 5 Tagen getragen werden und ist zudem wasserdicht: Beim Duschen kann er auf der Haut bleiben, beim Schwimmen sollte der jedoch abgelegt und ein neuer Sensor angelegt werden.
Die Kosten für das CGM-System werden in den meisten Fällen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Flash Glucose Monitoring
(z.B. FreeStyle Libre)
Ähnlich wie beim CGM-System misst auch hier ein Sensor mit einer Elektrode den Glukosegehalt im Unterhautfettgewebe (Oberarm). Platziert mit einer Setzhilfe, ermittelt die Elektrode hier den Glukosegehalt kontinuierlich. Eine Kommunikation mit dem Scanner (Lesegerät) findet jedoch nur statt, wenn das Lesegerät an den Sensor gehalten und dieser so ausgelesen wird.
Die Auswertung der ausgelesenen Daten gibt auch hier Aufschluss über den Trend des Blutzuckers.
Der FGM-Sensor kann bis zu 14 Tagen getragen werden und ist ebenfalls wasserdicht: Sowohl beim Duschen als auch beim Schwimmen muss der Sensor nicht abgelegt werden.
Die Kosten für das FGM-System werden in vielen Fällen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Insulinpumpe

Die Insulintherapie mit einer Insulinpumpe ist die Weiterentwicklung der üblichen Insulintherapie mit Insulin-Pens (spezielle Insulin-Spritzen). Mit der Insulinpumpe entfällt das Spritzen mehrmals am Tag.
Die Insulinpumpe (geringfügig größer als eine Kreditkarte) gibt eine kontinuierlich vorprogrammierte Insulinmenge ab. Zu den Mahlzeiten wird die Insulinmenge nach dem jeweiligen Therapieplan manuell abgegeben. Verbunden ist die Insulinpumpe durch den Schlauch mit einem Katheter, welcher in den Bauchraum platziert wird und 2 bis 3 Tage getragen werden kann. Wer eine Insulinpumpe mit Schlauch als störend empfindet, kann sich für eine schlauchfreie Insulinpumpe.
Auf Verordnung des Diabetologen und einer nachfolgenden intensiven Schulung werden die Kosten für die Insulinpumpe in den meisten Fällen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

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